Höranleitungen für meine Musik

Blogeintrag

28. November 2023

Das Leben ist nicht endlos, meine Liebe - Horst Grabosch

In der Kunstwelt ist es nicht ungewöhnlich, dass zeitgenössische Werke einer Einführung in ihre Rezeption bedürfen, denn Kunst hat die Aufgabe, neue Perspektiven zu eröffnen.

Auch Musik ist grundsätzlich eine Kunstform. Alle Kunstformen haben Ableger in Form der „kommerziellen Kunst“. Gemälde werden als Wanddekorationen für Wohnungen hergestellt und Musik wird auch als akustische Hintergrundmusik für den Alltag verkauft. Manche Künstler reagieren auf diese Praxis, indem sie einen künstlerischen Anspruch mit dieser gesellschaftlichen Haltung verknüpfen. Ein Beispiel dafür ist Andy Warhols „Pop Art“. Kunstkritiker und Kuratoren, die als Interpretationshilfe für Kunstliebhaber dienen sollen, tun sich zunächst schwer mit solchen Werken, da professionelle Kritiker stark mit der Kunstgeschichte verbunden sind. Aus diesem Grund werden Innovationen in der Kunst oft stärker von Kunstfans als von Verbrauchern gefördert. Deshalb wende ich mich direkt an Sie, lieber Kunstliebhaber.

Bei meinen Beobachtungen habe ich eine grundsätzliche Sucht nach Eindeutigkeit im menschlichen Verhalten festgestellt. Aus diesem Grund ist die Avantgarde in der Öffentlichkeit nicht sehr beliebt, aber sie ist zumindest klar als Avantgarde erkennbar und die Mehrheitsablehnung ist ebenso deutlich. Die Bereitschaft von Avantgarde-Fans, sich auf Innovationen einzulassen, ist angeboren. Die Zielgruppen sind für die Künstler klar erkennbar. Es gibt Künstler, die sich bewusst an diese Zielgruppen wenden und für sie Kunst produzieren. Allerdings gibt es auch Künstler, die ambivalente Persönlichkeiten sind und sich gerne zwischen den Welten bewegen. Ich habe es erst sehr spät gemerkt, aber ich bin so ein Künstler.

In meinen frühen Jahren war ich eindeutig ein Avantgarde-Künstler, aber als professioneller Trompeter hatte ich Kontakt zu vielen Genres, die eindeutig zum Mainstream gehörten. Dadurch lernte ich viele musikalische Elemente im Mainstream kennen, die meine Seele berührten. Einfache Blues- oder Rockelemente haben mich berührt, aber auch gute Popmusik hat mir Spaß gemacht. Als ich nach 25 Jahren außerhalb der Musikszene begann, elektronische Musik zu produzieren, waren diese Früchte alle lebendig und als völlig unabhängiger Soloproduzent wollte ich aus strategischen Gründen keines davon aufgeben. Mein Werkzeugkasten war voll mit Jazz, Rock, Pop und den oft seltsamen Elementen des Free Jazz und der Neuen Musik. Auch die verschiedenen Klangräume eines klassischen Orchesters oder der Rockmusik, aber auch üppige, einschmeichelnde Popmusik waren in meinem Kopf. Die Aufgabe bestand nun darin, all dies zu vereinen, denn ich hatte nun mein Talent als Kombinierer und Verbinder erkannt.

Die Kurzform des Popsongs wurde aus vielen Gründen schnell als Grundlage für die Produktionen identifiziert und mir gefiel schon immer der satte Klang eines Orchesters oder einer Big Band besonders gut. Da ich kein Spezialist für irgendein Musikgenre war, konnte ich mich bei meinen neuen Songs grob auf die Richtung Jazz, Rock oder Pop konzentrieren, die vielen anderen Stilelemente drängten sich aber immer in jeden Song ein, ob ich das wollte oder nicht. Das ist ein zutiefst künstlerischer Prozess und meine ganz eigene Stimme. Mit der Zeit wurde mir das Wesen meiner heutigen Kunst immer bewusster und ich wurde in meinem Geist immer freier. Als die künstliche Intelligenz so weit kam, dass sie anhand der Eingabe einer Beschreibung ganze Playbacks produzieren konnte, brachen alle Dämme meiner künstlerischen Freiheit. Ich habe Subgenres entdeckt, die ich noch nicht einmal kannte und die für mich eine freudige Inspiration waren. Ich könnte diese Titel nun nach Herzenslust bearbeiten und mit aller Fantasie würzen, so wie ein Koch sein Essen würzt.

Und jetzt kommt die eigentliche Anleitung für den Zuhörer. Egal welchen meiner Songs Sie hören, es ist nicht das, was Sie oberflächlich denken. Du hörst keinen Blues, wenn er wie Blues klingt, und du hörst keinen Pop, wenn er wie Pop klingt. Vergessen Sie „EDM“ oder „Future Bass“ oder irgendetwas anderes – sie sind immer nur Quellformen für Klanglandschaften, die meiner ambivalenten Seele entspringen. Sie sind Manifestationen eines völlig freien Geistes, und ich wünsche Ihnen allen diesen freien und im besten Sinne anarchistischen Geist, um dem manipulativen Zwang der Systeme widerstehen zu können.

Der Gründer

Mein Name ist Horst Grabosch und ich bin der Mastermind aller Projekte, die auf dieser Website vorgestellt werden.

Ich wurde im größten Kohlebergbaugebiet Deutschlands geboren, dem Ruhrgebiet. Nach der Schule arbeitete ich als professioneller Musiker, bis ich 40 Jahre alt war. Diese Zeit ist am gut dokumentiert WIKIPEDIA

Nach einem Burnout musste ich meinen Job aufgeben, zog nach Süddeutschland, in die Region München und machte eine Ausbildung zum Informationstechnologen.

Ein weiterer Burnout zwang mich, meine Existenz wieder aufzubauen, die nur wegen der Koronakrise zusammenbrach. In Erwartung der Armut im Rentenalter begann ich 2019 eine zweite Karriere als Musiker aufzubauen.

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